Verbände zweifeln an Bodenrichtwerten und fiktiven Mieten

Neue Runde im Streit um die neue Grundsteuer: Haus &
Grund Deutschland und der Bund der Steuerzahler
Deutschland (BdSt) haben gemeinsam
Verfassungsbeschwerde gegen das Bundesmodell der
Grundsteuer beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Beide Verbände unterstützen dabei zwei Kläger, die sich gegen die verfassungsrechtlich
bedenkliche Ausgestaltung der neuen Grundsteuer wenden. Damit soll in Karlsruhe
abschließend geklärt werden, ob das Bundesmodell den Anforderungen des Gleichheitssatzes
genügt.
Lotteriespiel: Bodenrichtwerte sind realitätsfern – fiktive
Mieten sind intransparent!
Aus Sicht der Verbände führt das Bundesmodell zu systematischen Ungenauigkeiten und
ungerechten Belastungsverschiebungen, weil die Bewertung zentral auf Bodenrichtwerten
sowie auf pauschalierten, teils fiktiven Mietwerten basiert. „Bodenrichtwerte sind ein grobes
Raster – sie werden der Realität einzelner Grundstücke oft nicht gerecht. Eine Steuer, die so
stark auf pauschalen Zonenwerten beruht, riskiert willkürliche Ergebnisse und verletzt das
Gebot gleichmäßiger Besteuerung“, erklärt Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke.

Grundsteuer Haus & Grund und Bund d. Steuerzahler reichen Klage ein